JTL-Software
Von der Werkbank bis zur Wawi: eine Produktionssteuerung, die JTL nicht mitbringt
JTL-Wawi bringt keine Produktionssteuerung mit. So haben wir sie für eine Druckerei ergänzt: Auslastungsplanung, Live-Maschinenstatus und Wochenreports.
Tobias Maieraktualisiert am 13 Min. Lesezeit
Vor dem Projekt lief die Produktion auf Zetteln. Aufträge wurden ausgedruckt und von Hand weitergereicht – vom Büro an die Maschinen, zwischen den Maschinen, wieder zurück. Wer wissen wollte, was heute raus muss, wie ausgelastet eine Maschine ist oder was gerade feststeckt, musste nachfragen oder selbst durch die Werkstatt gehen. Eine Planung gab es nicht, eine Steuerung erst recht nicht – und JTL-Wawi konnte hier nicht aushelfen: Eine Produktionssteuerung bringt die Warenwirtschaft schlicht nicht mit. Für einen bestehenden Kunden – eine Druckerei mit DTF-, UV-DTF- und Plastisol-Produktion, vier Druckmaschinen, JTL-Wawi (bei JTL inzwischen JTL ERP) als Warenwirtschaft – haben wir genau diese Lücke geschlossen: mit einem System, das Aufträge automatisch einplant und den Produktionsstatus dort abholt, wo er ohnehin entsteht – an der Maschine.
Die eigentliche Aufgabe: eine belastbare Datenquelle aus der Werkstatt
Die naheliegende Bestellung wäre eine Übersichtsseite gewesen, die zusammenfasst, was in JTL steht. Das Problem: Zu Produktion, Auslastung und Maschinenstatus steht in JTL praktisch nichts Verlässliches. Eine solche Oberfläche hätte nur eine leere Hülle schön dargestellt. Die eigentliche Aufgabe lautete deshalb anders: aus einer Werkstatt voller Maschinen und Logdateien eine verlässliche Datenquelle machen, aus der sich Planung, Status und Reporting gleichzeitig speisen lassen. Entstanden sind zwei Ebenen, beide von uns entwickelt:
Die Instrumentierung
Eine Automations-Schicht (PowerShell/SQL), die direkt an JTL-Wawi und den Druckmaschinen ansetzt. Die Schicht korrigiert einen JTL-Bug, benennt und archiviert Druckdaten, übergibt sie an die richtige Maschine und liest die Drucker-Logs in Echtzeit mit.
Der Produktionsleitstand
Eine eigene Web-Anwendung auf den Werkstattmonitoren, die diese Signale mit den Auftragsdaten aus JTL verbindet und daraus Tagesplanung, Live-Maschinenzustände und automatische Reports macht.
Warum JTL-Wawi die entscheidenden Fragen zur Produktion nicht beantwortet
Vier Fragen entscheiden im Produktionsalltag über einen guten Tag – und auf keine gibt JTL-Wawi im Standard eine verlässliche Antwort:
- Was muss heute wirklich raus – und passt das überhaupt in die verfügbare Zeit?
- Was läuft gerade auf welcher Maschine, und wie weit ist es?
- Was hängt fest, ohne dass es jemand gemerkt hat?
- Wie ausgelastet ist eine Maschine tatsächlich – heute, diese Woche, im Vergleich zur Vorwoche?
Diese vier Fragen stellt sich jeder Betrieb mit eigener Fertigung – ob Textildruck, Näherei, CNC- oder Montagefertigung. JTL-Wawi bringt für die Fertigung schlicht keine Werkzeuge mit; Kapazitäts- und Auslastungsplanung, ein Live-Blick auf einzelne Maschinen und ein automatischer Report fehlen im Standard. Wer diese Fragen beantworten will, muss die Lücke zwischen der Software und der echten Werkstatt schließen. Wir haben das von unten nach oben getan: erst die Maschine, dann der Report.
Schritt 1: Ein JTL-Wawi-Bug, der jede Dateizuordnung falsch setzt
Bevor überhaupt ein Status entstehen kann, müssen die Druckdaten an der richtigen Auftragsposition hängen. Genau da beginnt ein Fehler, der tief in JTL-Wawi sitzt: Enthält ein Auftrag mehrere Positionen mit derselben Artikelnummer, verknüpft JTL alle hochgeladenen Dateien mit derselben Position – jener mit der kleinsten internen ID. Die übrigen Positionen bleiben leer. Wir haben das systematisch geprüft: In jedem einzelnen der über hundert untersuchten Fälle war die Zuordnung falsch.
Die Korrektur nutzt eine Information, die ohnehin schon da ist: den ursprünglichen Dateinamen, den JTL in einem Hinweistext mitführt. Über diesen eindeutigen Schlüssel lässt sich jede Datei wieder der richtigen Position zuordnen – geprüft über den gesamten Auftragsbestand, ohne Mehrdeutigkeit in beide Richtungen. Ein Detail, aber ein bezeichnendes: Wer Produktion steuern will, muss die Datenbasis darunter erst einmal geradeziehen.
Schritt 2: Vier Handgriffe, sobald eine Druckdatei hochgeladen wird
Sobald ein Kunde Druckdaten hochlädt, laufen automatisch vier Schritte in fester Reihenfolge ab – ausgelöst direkt aus dem JTL-Workflow:
- Zuordnung korrigieren – der beschriebene Bug wird pro Auftrag sauber aufgelöst.
- Bezeichnung setzen – JTL legt hochgeladene Druckdaten unter einem rein hashbasierten Dateinamen ab, ganz ohne lesbare Zuordnung. Dieser Schritt vergibt stattdessen einen sprechenden, eindeutig zuordenbaren Namen, sodass jede Datei nachvollziehbar zu Kunde und Auftrag gehört.
- Archivieren – jede Druckdatei wird strukturiert nach Kunde, Produktionsart, Maschine, Jahr und Monat abgelegt, inklusive Kollisionsschutz und Bereinigung unerlaubter Zeichen.
- An die Produktion übergeben – die Datei landet im Hotfolder genau der richtigen Maschine.
Welche Maschine „die richtige“ ist, entscheidet sich einmalig pro Kunde: Bei der ersten Bestellung wird ein Neukunde automatisch der Maschine mit der geringsten Auslastung zugeordnet – und bleibt ihr danach dauerhaft zugewiesen. Der Grund ist Farbtreue: Zwei baugleiche Maschinen drucken nie exakt identisch. Damit ein Kunde seine Farben bei jedem Nachdruck wiedererkennt, läuft er immer über dieselbe Maschine – die feste Zuordnung sichert diese Farbtreue über alle Folgeaufträge hinweg.
Ein Beispiel dafür, wie kleinteilig „die richtige Maschine“ sein kann: Zwei Produktionsarten – DTF und UV-DTF – betreiben beide eine Maschine namens „MA01“. Ohne Unterscheidung wären UV-Druckdaten auf der DTF-Maschine gelandet, mit falscher Tinte und falschem Film. Gelöst wird das, indem die Produktionsart immer als Präfix mitläuft. Und ein zweites Problem steckt im Hotfolder selbst: Der Druckertreiber leert ihn, sobald er die Datei verarbeitet hat – ein Blick in den Ordner verrät also nicht, ob schon übergeben wurde. Die Erinnerung trägt deshalb JTL, in Form einer Notiz am Auftrag. Genau diese Notizen werden später im Leitstand als Live-Status wiederverwendet. So erfüllt dieselbe Mechanik zwei Zwecke.
Schritt 3: Die Drucker-Logs in Echtzeit auswerten
Die eigentliche Quelle für einen ehrlichen Status ist der Drucker selbst. Ein separates Skript überwacht laufend die Logdateien der vier Maschinen und schreibt Druckstart, Druckende und Abbruch zurück in JTL-Wawi. Das klingt simpler, als es ist – denn Drucker-Logs sind voller Fallen:
„Cancel“ heißt nicht Abbruch
Ein „Cancel“-Eintrag sieht nach Abbruch aus, taucht aber bei fast jedem normalen Druck mittendrin auf – in 601 von 651 untersuchten Jobs. Als Abbruchsignal genommen, hätte er praktisch jeden Druck als gescheitert gemeldet.
Der Seitenzähler ist kein Fertig-Signal
Erfolgreiche Drucke enden im Log oft bei „199 von 200“ – die letzte Meldung fehlt einfach. Wer auf die Seitenzahl vertraut, hält gelungene Drucke für unfertig.
Zeitstempel aus der Maschine
Verbucht wird mit dem Zeitpunkt aus dem Maschinenlog, nicht dem der Auswertung. Sonst landen nach einem Ausfall alle nachgetragenen Ereignisse auf derselben Sekunde – geprüft über 347.530 Zeitstempel im Bestand.
Belastbar wird das nur an echten Daten: ausgewertet an 651 Druckjobs mit 698 Starts und 640 sauberen Abschlüssen – bleiben 58 Starts ohne Abschluss, also rund 8 % echte Abbrüche. Der Watchdog läuft dabei bewusst zentral an einer Stelle, nicht verteilt auf vier Maschinen-PCs: Wartung, Zugangsdaten und Zustand liegen an einem Ort statt über die Werkstatt verstreut. Und er ist doppelt gegen Doppelbuchung geschützt – über eine Zustandsdatei und, falls die verloren geht, über die bereits in JTL geschriebenen Marker.
Aus alldem entsteht eine feste Kette von Markern, die die Instrumentierung an den jeweiligen Auftrag schreibt, jeder Marker ein belegtes Ereignis:
- An die Produktion übergeben
- Druck gestartet – inklusive der Anzahl zu druckender Kopien
- Kopie N gedruckt – fortlaufend je fertiggestellter Kopie
- Position gedruckt bzw. Maschine fertig
- gegebenenfalls Druck abgebrochen
Auf dieser Basis: Produktionsplanung, Live-Status und Reports
Erst jetzt, mit verlässlichen Ereignissen aus der Werkstatt, lohnt sich der Bildschirm. Der Leitstand liest diese Marker gemeinsam mit den Auftragsdaten direkt aus der JTL-SQL-Datenbank – lesend und in Echtzeit – und baut daraus drei Dinge. Zurückgeschrieben wird nur an einer einzigen, minimal berechtigten und transaktionsgesicherten Stelle: den automatischen Planungsnotizen.
Säule 1: Automatisierte Produktions- und Auslastungsplanung
Für jeden Raum – DTF, UV-DTF, Plastisol – berechnet das System täglich die freie Kapazität aus Betriebszeiten, Maschinengeschwindigkeit und einem konfigurierbaren Sicherheitspuffer. Aufträge verteilt es nach Priorität, Liefertermin und Express-Kennzeichnung automatisch auf die Tage. Reicht die Kapazität eines Tages nicht, wird ein Auftrag automatisch über mehrere Tage gesplittet – bei stückbasierter Produktion wie Plastisol grundsätzlich in ganzen Einheiten, weil sich ein Bogen nicht halbieren lässt. Ein Auftrag, den bis Betriebsschluss niemand angefasst hat, rutscht von selbst auf den nächsten Werktag; Express-Aufträge laufen nach einer eigenen Cutoff-Logik. Und jede Konfigurationsänderung wird versioniert: Vergangene Tage werden weiter mit den Werten gerechnet, die damals galten – nicht mit den heutigen.
Säule 2: Maschinenzustände in Echtzeit
Jede Karte auf dem Monitor zeigt den tatsächlichen Zustand einer Maschine – Druckvorbereitung, im Druck, hängt, abgebrochen, fertig –, abgeleitet aus der Ereigniskette, die die Instrumentierung liefert. Fortschritt wird in Laufmetern gezählt, inklusive anteiligem Fortschritt, wenn eine Datei mit mehreren Kopien gerade mitten im Druck steckt. Als „hängt“ gilt ein Auftrag erst, wenn seit über zehn Minuten keine Datei fertig geworden ist und nachweislich nichts mehr läuft – bewusst so gebaut, dass eine einzelne große Datei nicht fälschlich Alarm auslöst. Ein Watchdog erkennt echte Abbrüche und zeigt sie als eigenen Status, statt „läuft vermutlich noch“. Und ein Auftrag mit Positionen auf zwei Maschinen wird pro Maschine unabhängig als erledigt erkannt – nicht erst, wenn alles fertig ist.
Säule 3: Reports, Statistiken & automatischer Wochenrückblick
Abgeschlossene Tage zeigen in der Wochenübersicht Kennzahlen statt einer leeren Liste: produzierte Aufträge, Laufmeter, Auslastung je Maschine, Vergleich zur Vorwoche. Dazu kommt ein automatisierter Wochenrückblick per E-Mail – pro Produktionsraum Gesamtaufträge, Menge, Express-Anteil, überfällige Aufträge und Auslastung pro Tag und Maschine, jeweils gegen die Vorwoche, ganz ohne manuellen Aufwand. Weil alle Kennzahlen tagesgenau mit den historisch gültigen Einstellungen gerechnet werden, bleibt ein Report über eine vergangene Woche korrekt – auch wenn sich Betriebszeiten oder Geschwindigkeiten seither geändert haben.
Aus der Praxis
Ein Auftrag über 31 Kopien einer einzigen Datei deckte eine Schwäche der ersten Fortschrittsanzeige auf: Gezählt wurde in Dateien – und weil die Datei erst am Ende als „fertig“ galt, stand der Balken minutenlang auf null und sprang dann schlagartig auf hundert. Für die Werkstatt sah das aus, als hänge die Maschine. Die Lösung war, den Fortschritt in Laufmetern zu messen und die laufende Kopie anteilig mitzuzählen. Seitdem wächst der Balken so gleichmäßig, wie der Drucker tatsächlich arbeitet – und niemand greift mehr unnötig ein.
Vom Shop-Auftrag zum Druck: ein Handgriff bleibt
Der größte Hebel zeigt sich bei Bestellungen, die direkt aus dem Onlineshop des Kunden kommen. Früher stieß jede davon eine ganze Kette manueller Handgriffe an – heute läuft sie fast vollständig von selbst durch, bis zu einem einzigen menschlichen Schritt.
Früher: sieben Handgriffe je Auftrag
Auf neue Aufträge achten · Druckdatei speichern · jede Datei einzeln umbenennen · der richtigen Maschine zuordnen · die Datei an der Maschine in die Verarbeitung ziehen · den Druck starten · den Druck überwachen und die nächste Datei vorbereiten.
Heute: ein Handgriff
Die Datei liegt bereits korrekt benannt, archiviert, der richtigen Maschine zugeordnet und in die Tagesplanung eingeplant im Hotfolder. Ein Mitarbeiter startet nur noch den Druck – danach geht der Auftrag in den Versand.
Niemand muss mehr überwachen, ob gerade ein neuer – womöglich eiliger – Auftrag hereingekommen ist, und niemand rechnet von Hand nach, ob dafür heute noch Kapazität frei ist. Priorität, Liefertermin und freie Maschinenkapazität berücksichtigt die Planung automatisch, der Live-Status zeigt jederzeit, was tatsächlich läuft. Aus einem Bündel aus Beobachten, Sortieren und Nachhalten ist eine Aufgabe geworden: starten.
Wie das System gegen Fehler abgesichert ist
Ein System, das automatisch in die Warenwirtschaft schreibt und Kundendaten anzeigt, muss man vorsichtig bauen – technisch wie beim Datenschutz. Deshalb steht unter der Automation ein bewusst konservatives, datensparsames Betriebsmodell:
Nur die nötigen Daten
Der Leitstand ruft ausschließlich die Daten ab und zeigt nur die an, die für Planung, Status und Reports wirklich gebraucht werden – keine darüber hinausgehenden Kundendaten. Bis auf die automatischen Planungsnotizen greift er rein lesend zu und verändert keine bestehenden JTL-Abläufe.
Minimale Rechte
Wo ein Datenbank-Login nötig ist, bekommt jedes Skript genau die Rechte, die es braucht – dokumentiert bis auf die einzelne Tabelle. Wo möglich ganz ohne Passwort, über Windows-Authentifizierung.
Schreiben nur mit Gegenprobe
Jede Schreiboperation läuft in einer Transaktion mit Gegenprobe. Weicht das Ergebnis vom Plan ab, wird zurückgerollt, statt in einem unklaren Zwischenzustand fortzufahren. Jeder Lauf ist wiederholbar ohne Doppelwirkung und im Testmodus ohne jede Schreibwirkung ausführbar.
Fehler sichtbar machen
Scheitert ein Schritt, wird der Auftrag klar als fehlerhaft markiert – mit Historieneintrag und Klartext-Notiz. Statt still Ware zu produzieren, die nie ankommt.
Was der Betrieb heute davon hat
Aus der Summe dieser Ebenen entsteht rund um JTL-Wawi eine Steuerung, die sich weitgehend selbst aktuell hält:
- Ein Live-Status, dem man wieder glauben kann – weil ihn niemand von Hand setzt.
- Eine Tagesplanung, die Kapazität, Termine und Express-Aufträge automatisch berücksichtigt und sich bei Verzug selbst nachzieht.
- Auslastung, die sichtbar wird – pro Maschine, pro Tag, im Vergleich zur Vorwoche.
- Ein Wochenreport, der von allein im Postfach liegt, statt manuell zusammengesucht zu werden.
- Hängengebliebene und abgebrochene Aufträge, die auffallen, bevor ein Kunde nachfragt.
Eine belastbare Produktionssteuerung entsteht, indem man die Lücke zwischen der Software und der echten Werkstatt schließt, notfalls bis hinunter zum Drucker-Log. JTL bleibt dabei unangetastet: Die Steuerungs- und Berichtsebene entsteht daneben, gespeist aus Ereignissen, die ohnehin passieren. Das Prinzip trägt überall dort, wo Maschinen ein auswertbares Log hinterlassen: Näherei, Gravur, Montage, CNC. Entscheidend ist die Bereitschaft, bis zur Maschine hinunterzugehen, statt an der Oberfläche stehenzubleiben.
Dein nächster Schritt
Der einfachste erste Schritt: Schau dir einmal die Notizen zu einem laufenden Auftrag in deiner eigenen JTL-Wawi an. Vermutlich steckt dort schon heute mehr Information, als deine Oberfläche zeigt – und noch deutlich mehr, wenn man sie aus den Maschinen selbst gewinnt. Wenn du daraus eine echte Produktionssteuerung, einen Live-Status oder automatisierte Reports machen möchtest, sprechen wir unverbindlich darüber, was in deinem Betrieb möglich ist.
Gespräch anfragenHäufige Fragen
Fragen zu: JTL-Wawi: Produktionssteuerung bis zum Drucker-Log
Nein, das bringt der Standard nicht mit: JTL-Wawi hat keine Produktionsplanung – weder über mehrere Tage noch über mehrere Maschinen. Genau diese Planung lässt sich als individuelle Erweiterung ergänzen – mit automatischer Verteilung nach Priorität, Liefertermin und freier Maschinenkapazität und automatischem Mehrtages-Split, ohne JTL selbst umzubauen.
Der Standard zeigt keine Auslastung je Maschine. Über eine ergänzende Steuerungs- und Reporting-Ebene wird sie sichtbar – pro Maschine, pro Tag und im Vergleich zur Vorwoche, berechnet aus den tatsächlichen Produktionsereignissen statt aus manuell gepflegten Feldern.
Sehr viel. Vom Eingang einer Shop-Bestellung über Benennung, Archivierung und Zuordnung zur richtigen Maschine bis zur Tagesplanung läuft der Weg ohne manuelle Eingriffe. In der Werkstatt bleibt im Regelfall ein bewusster Handgriff: der Start des Fertigungsvorgangs. Wie weit die Automatisierung reicht, hängt von den vorhandenen Systemen und Logs ab – das Prinzip ist übertragbar.
Nein. Der Leitstand greift nur lesend auf JTL zu. Änderungen an JTL passieren ausschließlich in der separaten Instrumentierungs-Schicht – über minimal berechtigte, dokumentierte Zugriffe, nicht durch Umbauten an deiner Konfiguration.
Nur die, die für Planung, Live-Status und Reports nötig sind – im Wesentlichen Auftrags-, Kapazitäts- und Maschinendaten. Der Zugriff erfolgt bis auf die automatischen Planungsnotizen ausschließlich lesend, mit minimal berechtigten, dokumentierten Rechten. Darüber hinausgehende Kundendaten werden weder abgerufen noch angezeigt.
Nein. Das Prinzip – Ereignisse aus vorhandenen Logs ableiten, statt Status von Hand zu pflegen – lässt sich auf jede Maschine mit einem auswertbaren Log übertragen. Die konkrete Anpassung erfolgt individuell, hier zum Beispiel auf die vier Druckmaschinen dieses Betriebs.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Planungslogik, Statusableitung und Reports sind über Wochen mit echtem Praxis-Feedback gewachsen – iterativ, nicht in einem Rutsch. Genau diese Nähe zum Betrieb macht den Unterschied zwischen einem Bildschirm und einer Steuerung, der man traut.
Nein. Es ergänzt JTL um eine Steuerungs- und Berichtsebene, die die Warenwirtschaft im Standard nicht bietet. JTL bleibt das führende System – der Leitstand macht sichtbar und planbar, was darin bisher nicht abgebildet war.
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